Samstag, 26. Februar 2011

Theater am 26.02.2011, GERTRUD / Tip des Berliner Stadtmagazin

26.02.2011 19:30Uhr
Maxim Gorki Theater Berlin
Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Telefon: 030 - 20221 - 0
GERTRUD
GERTRUD
Einar Schleef
Nach dem Roman von Einar Schleef

Für die Bühne eingerichtet von Jens Groß



Übernahme aus dem schauspielfrankfurt

Eingeladen zum 45. Theatertreffen 2008

Berliner Premiere am 20. September 2009 im MGT Berlin



"Meine Kindheit fiel ins Kaiserreich, der Sportplatz in der Weimaraner, die Ehe auf Hitler und das Alter in die DDR. Wohin mein Kopf. Das 1000jährige Gottesreich erleb ich nimmer."



Eine Frau, den nahen Tod vor Augen, beschreibt ihr Leben in einer ostdeutschen Provinzstadt. Ein Frauenschicksal par excellence: 1909 geboren, eine Sportlerinnenkarriere in der Weimarer Republik, Familie und Ehe in der Hitlerzeit, Altern in der DDR, das Lebensende schließlich nach der Wende im wiedervereinigten Deutschland. Ihr Mann, einst Architekt, ist bereits gestorben. Die beiden Söhne haben das Haus verlassen. Der erste ist 1957 in den Westen geflohen, der zweite, beim Theater beschäftigt, folgt ihm zwanzig Jahre später. Zwischen Resignation, Wut, Eigensinn und Galgenhumor sucht Gertrud weniger nach Worten für ihre eigenen Hoffnungen, Sehnsüchte oder Ängste, sondern wird zum Sprachrohr einer zerrissenen Generation, einer dem Vergessen preisgegebenen Geschichte, einer Heimat.



Einar Schleef hat in dem exemplarischen Lebenslauf seiner Mutter, die 1993 starb, fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte dargestellt. "Gertrud“ ist sein literarisches Hauptwerk und unübersehbar ein Stück von ihm selbst.



"Weder im Kopf noch im Körper finde ich Antwort. Kirche, Buch, Funktionär, keiner kann sagen, warum wir leben. Ich bin ein anderer in mir, den muß ich fragen."

Einar Schleef

Gertrud I Friederike Kammer Gertrud II Sabine Waibel Gertrud III Regine Zimmermann Gertrud IV Anne Müller Regie Armin Petras Bühne Olaf Altmann Kostüme Katja Strohschneider Video Niklas Ritter Dramaturgie Andrea Koschwitz
Berliner Stadtmagazin